Portishead – Vom Teekocher zur Konkurrenz
Da stiess ich letztens im Gespräch mit einer Kollegin darauf, dass wir unabhängig voneinander, die gleiche Person kennen. Mein Gedanke war: St. Gallen ist so klein.
Als im gleichen Atemzug die Bands Massive Attack und Portishead gefallen waren, checkte ich den, bei mir leider schon etwas vergessen gegangenen Sound gleich mal wieder ab. Bei der Recherche dann das: Der Gründer von Portishead war am ersten Massive Attack Album beteiligt. Leise sagte ich mir diesmal: Verdammt, die Welt ist so klein. Als ich auf der Suche danach war, wie genau Geoff Barrow bei diesem Album eigentlich so mitgewirkt hatte, lieferte mir – wohl oder übel – Wikipedia eine ganz lustige Antwort: „Er sorgte für Tee und durfte ab und zu mal die Aufnahmegeräte bedienen.“ Anscheinend hatte er dabei genug Zeit, um sich eine Scheibe der genialen Musiker von Massive Attack abzuschneiden und für sich selber zu gebrauchen.
Genug der Geschichten: Portishead bringen Trip-Hop der Sonderklasse in unseren Gehörgang. Sie können ohne zu zögern im gleichen Atemzug wie besagte Massive Attack oder auch Morcheeba genannt werden. Die Musik der Band aus Portishead (ein Stadtteil von Bristol) wirkt noch etwas verlangsamter und betrübter wie jene ihrer Kollegen. Aber auch sie haben die Laufbahn des Trip-Hops seit ihrem ersten Album ‚Dummy‘ im Jahre 94 geprägt. Nach dem letzten Studioalbum 2008 dürfen sich Portishead-Fans jetzt wieder freuen; Barrow verkündete, dass er diesen Sommer beginnen werde, neue Tracks zu schreiben.
Die unvergleichbare Stimme der Sängerin Beth Gibbons und Downbeats, welche perfekt zum chillen einladen, machen diese Gruppe zu einem Muss in jeder CD-Sammlung.
Im Mai 2010 droppten sie eine neue Single ‘Chase the Tear’, welche für ihre Verhältnisse ganz schön rassig daherkommt. Checkts im zweiten Vid ab…
Bildquelle: Musikexpress






