Openair St.Gallen – Preview

27 Jun, 2013 Kommentare Artikel von

Es ist endlich wieder soweit. Heute Gehts für die ersten ab ins Sittertobel!

Die Vorfreude ist, trotz des trüben Wetters gross und auch wir von Klangbüro werden die nächsten Tage im heimischen Sittertobel verbringen.
So früh wie noch nie sind dieses Jahr alle Tickets unter Dach und Fach. Drei Monate vor dem Startschuss hiess es SOLD OUT. Wahnsinn!
Um euch in dem ganze Tohuwabohu eine Orientierung zu bieten, werden wir euch hier zusätzlich zu der grossen Openair-Special-Verlosung, eine Zusammenfassung von allen Bands geben. So könnt ihr gut Vorbereitet ins Sittertobel ziehen.

Der Donnerstag

Die Eröffnung der so heiss geliebten Sternenbühne übernehmen dieses Jahr die Alternative-Rockband Royal Republic aus Schweden um 20.00. Die Jungs rocken mit ihren Gitarren und wärmen unsere Knochen auf. Wem Rock weniger zusagt der kann sich in die Chesterfield Lounge verkriechen, da geht’s ruhiger zu und her. Zumindest nach aussen, denn dort spielt die Silent Disco und zwar die ganze Nacht. Wem die Ohren von den Kopfhörern irgendwann zu tief in den Kopf gedrückt werden, kann man sie im Bacardi Dom wieder ausschütteln. Dort werdet ihr von verschiedensten DJ’s mit Techno, House und Old School (Sandro Augello) bis 04.00 wach gehalten.
Royal Republic folgt die ultimative Freakshow auf der Sternenbühne. Die Antwoord aus Südafrika starten um 22.00 ihr Rap-Rave Konzert. Ninja und Yolandi starteten als Comedians das Bandexperiment, mit grossem Erfolg. Sie bezeichnen ihre Musik als Zef, was auf Afrikaans umgangssprachlich in etwa „Hinterwäldler“ oder „Prolet“ bedeutet.
Die Crew selbst versteht unter Zef die unbeschreibbare Mischung aus den verschiedensten südafrikanischen Kulturen, welche sie in ihrer Musik vereint.
Nach dem hier ordentlich getanzt und hoffentlich gepogt wird kommen anschliessend die kommerzielleren Jungs um Klangkarussell mit ihren leichten Elektrokompositionen und spielen bis um 01.30 Uhr. Mit ihrem Hit ‘Sonnentanz’ bringen sie uns die Sonne ins Tal. Die Reihenfolge dieser ist wohl ein wenig unglücklich, doch machen wir das beste daraus.

Der Freitag

Dachs eröffnen am Freitag die Chesterfield Lounge. Die Jungband, ihres Zeichen BandXost Gewinner, spielen um 13.45 Uhr.
Es folgt das Musikerkollektiv Tawara Shen Kool um den Churer Sänger und Songwriter Flo Zilla. Er zeichnet sich aus durch Charme und Schalk und  mit energetischen Off-Beats, verträumten Dub und entspannten  Reggae-Rhythmen, gewürzt mit einer gehörigen Portion Gypsy bringt er uns Tanzfreude aufs Gelände.
Zur gleichen Zeit startet im Bacardi Dom die Party mit Placebo & SuMan, dies noch ein wenig sanfter mit “Soulful & Vocal House”. Um 15.00 wird die Sitterbühne eingeleutet. Die Dead Bunnys aus Bern spielen guten Rock und zeigen uns auf der Bühne was die Berner so drauf haben. Geil um sich mal auf dem Gelände umzusehen und sein Bier zu geniessen.
Während dessen spielen in der Sternenbühne Metz ihr Programm. Das kanadische Trio spielt schnörkellosen Gitarrensound und bietet eine gute Alternative zu den Dead Bunnys. Sie spielen nah am 90er Grounge und doch nennt man sie gerade noch “Alternativerock-Band”.
Dann gehts weiter zu Fidlar. Die Jungs haben vor einigen Woche in der Grabenhalle ein erfolgreiches Konzert gespielt und sind sehr empfehlenswert. Der Auftritt hier am St.Galler Openair ist quasi ein Ritterschlag für die Punkband.

Auf der Sternenbühne gehts los mit den in St.Gallen sehr beliebten Friska Viljor. Ausverkaufte Konzerte in unserer schönen Stadt und süffige Melodien. Geniesst sie um 18.00 Uhr! Hier überschneiden sich dann weitere zwei Konzerte. Zum einen Harry Leggs, mit chilligem schweizer/deutschem Hip Hop und Rap, in der Chesterfield Lounge und auf der Sitterbühne um 18.45 Uhr DER Hype höchstpersönlich ‘Macklemore & Ryan Lewis’ über welche wir schon im letzten September geschrieben haben. Die zwei versprechen geile Unterhaltung und gute Texte und bestimmt volles Publikum.
Dann gehts richtig gut weiter. Es folgen unter anderem die herzigen Tim & Puma Mimi in der Chesterfield, welche man einfach mal gesehen haben muss. Die Villagers zur gleichen Zeit im Sternenzelt und um 20.30 starten Of Monsters And Men auf der Hauptbühne. Hits wie ‘Little Talks’ katapultieren sie sich geradewegs in viele Tausend Musikherzen. Wer zu dieser Zeit die Locals unterstützen will und mehr auf den Bacardi Dom abfährt, der ist bei DJ Teyst genau richtig. Der St.Galler arbeitet sich seit Jahren hoch und spielt euch feinste Black Music und Partytunes.

Wer vor einigen Wochen den Sänger Philip Poisel im KuGl verpasst hat, der hat jetzt die Chance ihm doch noch zu lauschen. Spitzt eure Öhrchen: um 21.30 Uhr bringt uns der Gute im Sternenzelt (Gottseidank) zum träumen. Django 3000, die Bayrischen Brüder im Geiste zeigen in der Chesterfield ihr Können. Schwingt die Tanzbeine zu geilem Gypsy-Pop feiert in Lederhosn und schwingt das Bier über die Tische.

Biffy Clyro beginnt sein Werk um 22.30 auf der Sitterbühne. Jetzt sollten alle richtig aufgewärmt sein, wer noch nicht der kann sich jetzt zwischen eben genannten und Archive im Sternenzelt entscheiden. Beides sehr empfehlenswert! Wer die Wahl hat hat die Qual.
Sigur Ros aus Island treten in Biffy Clyros Fusstapfen bringen uns in fremde Welten und Sphären. Ihre Konzerte gehören zu einem Ereignis welches jeder Musikliebhaber erlebt haben sollte. Ich werde da wohl halbe halbe machen müssen. Die zweite Hälfte werde ich mir Lianne la Havas (Hier der Bericht von uns) anhören. Sie spielt um 01.15 auf der Sternenbühne.

Nun haben einige vielleicht genug von ruhigen Klängen. Dann seit ihr in der Chesterfield Lounge ab 02.00 genau richtig, denn da legen jetzt The Niceguys ihre vielfältigen Tunes auf. Abwechslung in diesen letzten zwei einhalb Stunden bringen Dada Life als letzter Gutenacht-Act auf der Sternenbühne. Das Schwedische Electro-House-Dj-Duo bringt das Zelt nochmal zum kochen. Pogen und abspacken erwünscht!

Der Samstag

Die Chesterfield Crew ist am Samstag schon früh auf den Beinen. Um 10.00 Uhr beginnt hier das Programm und gestartet wird es von Contrabando aus Chur, welche bis um 12.00 den Mix aus Latin, Reggae und Funk bringt. Und wer den Preis seines Tickets so richtig „rausschlagen“ möchte, hüpft von der Chesterfield Stage direkt rüber zur Sitterbühne wo um 12.00 Uhr die Lokalmatadoren von Tüchel ihren „lauten, unangepassten und trendfreien Punk“ zum Besten geben; man darf gespannt sein!

Danach kann man von der Sitterbühne aus mit einem halben Ohr bei der Chesterfield Stage und der Sternenbühne mithören wo Pirmin Baumgartner und A Crashed Blackbird called Rosehip um 13.45 loslegen. Letztere gilt als eine der momentan spannendsten Bands der Schweiz. Um halb zwei dann aber ja nicht vergessen Steff la Cheffe auf der Sitterbühne schauen zu gehen, sie hat schliesslich „keine Ahnung“ und beatboxt mal schnell das Sittertobel weg. Als obligate Ladung Schweizer HipHop tritt sie in grosse Fussstapfen. Unvergesslich bleiben die Auftritte von Breitbild der letzten Jahre!

Musikalisch hochklassig geht’s auf der Sternen Bühne weiter. Nach der Cheffin folgt Alex Hepburn mit ihrer zarten, souligen und zugleich kratzigen Stimme. Und da wir uns auch mit Nieselregen anstatt einem Sonnenuntergang zufrieden geben, wird ein romantisches Knistern in der Luft liegen.

Danach wird die Sitterbühne wieder zum Mass aller Dinge. Callejon aus Deutschland werden mit ihrem Metal ihren Teil zum schlammigen und wilden Festivalgelände beitragen. Etwas zarter tönt die nächste Band, die sich auf der Sitterbühne die Ehre gibt: Die Rival Sons begeistern seit der Veröffentlichung ihres Debutalbums die Welt mit ihrem kraftvollen Bluesrock. Letztes Jahr hatten sie ihren Auftritt noch abgesagt, dieses Mal schaffen sie es hoffentlich bis ins Sittertobel. In der Zwischenzeit spielen die Terribly Overrated Youngsters die Tracks von Elektro-Grössen wie Justice, Boys Noize oder Daft Punk auf der Sternenbühne nach (16.15-17.15), gefolgt von Kyla La Grange, die wie Philip Poisel auch schon im KuGl in St.Gallen zu sehen war. Ob die Sternenbühne, auf der sie zu sehen ist, bald zu klein für Kyla La Grange sein wird? Wir werden sehen..

Gespannt sind wir auch auf Bonaparte, die um 18.45 auf der Sitterbühne spielen. Das achtköpfige Performance-Kollektiv aus acht Ländern spielt sich seit Jahren durch die Clubs und Open-Airs der Schweiz. Perfekte Musik, um sich für den Abend warm zu tanzen, da haben wir nämlich so einiges vor. Zuerst spielt auch um 18.45 Jake Brugg auf der Sternenbühne. Der Songwriter wird einige Frauen- und Männerherzen höher schlagen lassen. Mit einer Mischung aus Folk und Pop verzückt der Jungmusiker sicherlich die durchnässten BesucherInnen. Danach kann man am selben Ort seinen Hunger nach Hunger stillen. Sophie Hunger, die aufstrebende Schweizer Musikerin, hatte bereits 2009 das Publikum in St.Gallen verzückt. Aber aufgepasst: zur selben Zeit spielen auf der Sitterbühne zwei wahren Headliner und bekräftigen das alljährliche Open-Air-Motto: Du hast die Qual der Wahl.

Die Band of Horses und Kings of Leon zählen zu den festen Grössen in der Musikbranche. Wenn die Pferdeband zu „The Funeral“ anstimmen wird, spätestens dann spürt auch der letzte die Open-Air-Atmosphäre durch sein Blut fliessen. Das gleiche wohl bei Kings of Leon’s „Use somebody“, die um 22.30 spielen. Auch die amerikanische Rockband war bereits einmal am Openair St.Gallen (2008). Wer danach immer noch nicht genug hat, trifft sich zum ausgelassenen Tanzen um 00.45 vor der Sitterbühne wo The Bloody Beetroots live und direkt so ziemlich jeden Muskel und jede Zelle unserer Körpers zum tanzen, pogen oder herumfliegen bewegen werden.

Elektronisch klingt auch der Abend auf der Sternenbühne aus: Nachdem um 23.30 Movits mit ihrer Mischung aus Swing, Hip-Hop-Beats und nordischem Charme die Hüften zum Schwingen gebracht haben, und nachdem wir bei Retro Stefson, der isländischen Popband lässig gewippt haben, tauchen wir nochmals in House und Elektro ein. Mit Zedd auf der Sternenbühne schliesst der Samstag seine musikalischen Türen. Wer noch nicht genug hätte, kommt auf der Chesterfield Live Stage bei Soda oder aber im Bacardi Dome noch auf seine Kosten. Und wer sich mit genug Schlaf die Energie für den nächsten Tag holen will, der tut gut daran. Schliesslich warten am letzten Tag einige Zücker’chen auf uns.

So zum Beispiel Caroline Chevin, die um 10.30 ihr drittes Soloalbum präsentieren wird und sicherlich auch noch einige ältere Songs aus ihren erfolgreichen Karriere zum Besten geben wird.Auf der Sternenbühne spielt um 11.45 Tomazobi. Die drei Jungs aus der Schweiz spielen sich mit einer Leichtigkeit und mit Humor durch die Musikbranchen dieser Welt. Währendessen spielen Patent Ochsner als eine der dienstältesten Bands um 12.15 auf der Sitterbühne ihre einzigartigen und eingängigen Lieder und werden in so einige Herzen treffen. Auf der Sternenbühne geht’s um 13.30 wortspieltechnisch hochklassig los mit Helldorado. Die Band aus Norwegen ist bekannt für ihre Live-Konzerte und eingängigen Rocksongs. Mit The Lumineers um 14.0 auf der Sitterbühne nimmt dann der Sonntag endgültig Fahrt auf. Die Band gilt als grosse Senkrechtstarter 2012/13 und wird mit ihrem Folk zwar nicht Mumford and Sons vergessen machen, aber zumindest eigene  Akzente setzen und die MusikliebhaberInnen begeistern.

Die letzten zwei Konzerte auf der Sternenbühne versprechen dann nochmals so Eingiges. Haim, die drei Schwestern aus Kalifornien gehören zu den „meistdiskutierten und grossgehandelten Bands des Jahres“. Ob sie den hohen Erwartungen gerecht werden oder einfach nur gut sind, werden wir sehen. Die Schwedische Band Shout out Louds komplettiert die Skandinavien-Crew am Open-Air und wir uns mit fröhlich-heiteren Stimmung einheizen.

Auf der Sitterbühne bleiben auch noch zwei Konzerte übrig. Um 15.45 spielt die Parov Stelar Band, die nach einem super Auftritt im letzten Jahr nochmals ins Sittertobel zurückkehren. Wir schwingen unsere Hüften, Hinterteile und die durchnässten T-Shirts zu österreichischem Elektroswing. Der krönende Abschluss bildet um 17.45 das Konzert der Ärzte. Die Punker, die seit 1982 zahlreiche Hits produziert haben werden nach Liebe schreien und Männer als Schweine brandmarken. Und nach drei nassen, schlammigen und durchgetanzten Tagen werden wir uns die Frage „und wie du wieder aussiehst!?“ von ihnen gefallen lassen.

In dem Sinne: Alle reden übers Wetter – wir nicht! ..und gehen ans Open-Air. Es wird feucht, fröhlich und verdammt abgefahren!

Events, Openair

Der Autor

Sorry ich zieh mir gerade guten Sound rein. Mehr zu mir folgt..
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