Openair St.Gallen – Das grosse Klangbüro Preview Part ll

24 Jun, 2014 Kommentare Artikel von

Samstag: Kopfweh, Rückenschmerzen und ein dröhnendes Trommelfell. Der Freitag war hart, die Nacht lang. Sanft werden wir geweckt von einem  Besoffenen der uns aus dem Schlaf gröhlt. Den Nachbrand löscht man am  Besten mit Bier. Was anderes lässt einem die saublöde 3-Literregel denn  auch übrig. Erster Kampf: wer ergattert sich einen Stuhl. Die Gewinner  ‘chillen’ gemütlich darin, die Verlierer sitzen etwas unbequemer im  Stroh.

Ich werde wohl meinen musikalischen Samstag erst um ca. 15.00 Uhr in die Wege leiten. Warum so spät? Es ist ja nicht so, dass ich lokale Künstler nicht unterstützen möchte, aber man sollte Prioritäten setzen. Knackeboul spielt kurz nach Drei auf der Sitterbühne. Die bekannten Beatbox-Einlagen des Joiz-Rappers lassen die Herzen der B-Boys und B-Girls höher schlagen. Eine Stunde später gehts dann mit finnischem Indierock ab.  Satellite Stories sind sehr tanzbar und auf der Sternenbühne genau am richtigen Ort. Lieber auf der Sternenbühne hätte ich auch Skinred gesehen. Ein bös heftiger Mix aus Hiphop, Metal, Reggae und Punk geht auf der Bühne ab wie Sau. Bestimmt ein Livetipp. Um 18.00 Uhr spielen The Notwist aus Deutschland ihren ruhigen Indietronic. Gut um dabei gemütlich was zu Habern. “Sicher ist, dass Tom Odell wohl zum letzten Mal in einem kleineren Rahmen gehört und gesehen werden kann, bevor er grössere Stadien füllen wird”, schreibt das Openair im Musikerbeschrieb über Tom Odell. Naja, ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber Stadien werden es in kürzester Zeit wohl kaum sein. Trotzdem: Pop-Nachwuchs auf der Sitterbühne. Tranceversetzt geht es auf der Sternenbühne mit Sunip aus Schweden. Was für die ruhigen Gemüter.

Um 20.30 Uhr lanciert der Mann mit der heisersten Stimme Deutschlands den Konzertabend: Casper. Wird es wieder so abgehen wie beim letzten Besuch von Benjamin Griffey wie Cas bürgerlich heisst? “Chvrches (‘Churches’ gesprochen) sind eine schottische Electronic-Synthpop Band welche am noch Anfang ihrer Karriere stehen.” Dies war am 13. August 2013 bei uns zu lesen. Jetzt spielen sie um halb 10 auf der Sternenbühne und beweisen ihr Können Live. Eine Viertelstunde überschneiden sich Chvrches mit dem Headliner Seeed. Wer kennt sie nicht? Was soll ich erzählen? Trommeln werden heisse Ryhthmen in die Nacht schlagen und beste Laune ins Sittertobel bringen… BlingBling. Die Jungs von Modeselektor und der Musiker Aparat ergeben Moderat. Klare Stimme trifft tiefe Beats. Dies um 23.30 Uhr auf der Sternenbühne. Wenn ihr mich fragt musikalische Oberklasse an diesem Wochenende.
C2C – der letzte Act auf der Hauptbühne an diesem Tag – sind Wettkampf-DJs. Sprich die Jungs spielen Live und dominieren die Plattenspieler nach belieben. Elektronische Kunst. Wer die Nase voll hat von den langweiligen Laptop-IchDrehMalNochEinHebel-DJs sollte bei C2C erscheinen.
Auf der Sternenbühne ist aber noch lange nicht Schluss. Moop Mama wird geil. 10 Leute mit Trompeten, zwei Schlagzeugern und einem Sänger werden tanzbare Beats gemischt mit witzigen Texten vortragen. Kennt ihr den Film Drive? Ein Film mit einem Übersoundtrack. Der Produzent dieses Meisterwerks, Kavinsky wie er sich nennt, kommt nach St.Gallen. Um drei Uhr spielt der auf Filmmusik spezialisierte Elektro-Dj als letzter Act des Samstagprogramms.

Die Sonntagsbands liefern wir euch natürlich auch noch: stay tuned!

Events, International, Openair, Swiss Music

Der Autor

Sorry ich zieh mir gerade guten Sound rein. Mehr zu mir folgt..
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