Annenmaykantereit – Alles Nix Konkretes

26 Feb, 2016 1 Kommentar Artikel von

Kann man sich in eine Stimme verlieben? Wenn ja, dann bin ich im Moment schwerstverliebt und zwar in die grossartige Stimme von Henning May, Sänger von Annenmaykantereit.

Stimmen faszinieren und begeistern schon immer, nicht nur mich, sondern Musikkenner und –Liebhaber verschiedenster Genres. Man denke nur an die Stimmen eines Tom Waits, einer Nina Simone oder einer Maria Callas um nur ein paar Wenige zu nennen. Das «menschlichste» aller Musik-Instrumente, das als Einziges ohne Hilfsmittel auskommt, von Verstärkern einmal abgesehen, ist  eigentlich „nur“ Übermittler von „Informationen in Form von Sprache und weiteren Lauten wie Weinen, Lachen oder Schreien“ und dient beim Singen als Transporteur von Melodien und Klängen, oft verbunden mit Sprache (nachzulesen auf Wikipedia).

Eine der spannendsten und schönsten Stimmen, die sich im Moment auf meinem iPod, meiner Soundcloud Playlist und sonstigen Tonträgern tummelt, gehört Henning May, dem Frontsänger von Annenmaykantereit: Der Band, an der 2016 kein Weg vorbeiführt, glaubt man den einschlägigen (deutschen) Musik-Magazinen und Blogs.

Eine Stimme so tief und kratzig, als gehörte sie einem weitgereisten alten Mann. Einem der viel erlebt hat, der nun in Bars sitzt, raucht und trinkt und von vergangenen Abenteuern erzählt. Eine Stimme. die man nicht so leicht vergisst und der man das, was sie erzählt, gerne abnimmt. Henning May ist jedoch Anfang 20 und sieht aus, als ob er keiner Fliege was zu leid tun könne.

Annenmaykantereit singen in ihren Stücken von vielen alltäglichen Situationen von Wünschen, Träumen oder Erlebnissen, die mit Sicherheit jeder von uns so oder so ähnlich selbst schon hatte. Egal ob es um Eltern, vergangene Liebe, Freundschaften oder den ganz normalen Alltag geht.

Annenmaykantereit, das sind vier Jungs aus Köln, die es aus der Fussgängerzone auf die grossen Bühnen der deutschsprachigen Musikszene geschafft haben.

Im März, genauer am 18. 3. veröffentlichen sie Ihre erste „richtige“ Platte: „ Alles Nix Konkretes“  bisher gab’s  „nur“ eine EP – und natürlich die Konzerte.

Diese allerdings habe ich bis jetzt immer verpasst, immer kam was dazwischen. Das erste Mal hörte ich von Annenmaykantereit im Winter 2014 in Berlin. Eine Freundin wollte unbedingt ans Konzert im Badehaus. Weils jedoch ausverkauft war, versuchten wir unser Glück vor der Konzertstätte und hofften auf Tickets, leider fanden wir nur Eines: Die Freundin ging hin.  Das nächste Mal spielten Annenmaykantereit auf der kleinen Bühne der Winterthurer Musikfestwochen und zuletzt letztes Jahr am Openair St.Gallen und jedes Mal verpasste ich die Jungs aus unerklärlichen Gründen.

Nichtsdestotrotz gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass ich irgendwann mal noch live vor einer Bühne stehen werde und Henning May, Severin Kantereit, Christopher Annen und Malte Huck höre.

Chancen gibt’s 2016 genug:

Zürich            14.4.2016 im X-Tra
Basel              16.4.2016 im Volkshaus
St.Gallen         02.7.2016 am Openair St.Gallen

Hier das neuste am 5.2. veröffentlichte Video zu  «Pocahontas»:

Die offizielle Album-Ankündigung:

Nicht fehlen  darf natürlich K.I.Z mit «Hurra die Welt geht unter» und diesem grossartigen Refrain:

Indie/Alternative, Singer/Songwriter

Der Autor

Sorry ich zieh mir gerade guten Sound rein. Mehr zu mir folgt..

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